Spatial Commons Kassel. Atlas 1-4
Kartografisch-projektive Grundlagen für eine Sozio-Kultur-Zentren-Planung
Gastprofessur Nachhaltige Städte und Gemeinden / Theorie, Institut für urbane Entwicklungen, ASL der Universität Kassel, 2023-25
Mit Veit Wolfer , Prof. Dr. Gabu Heindl, Anna Heilgmeir, Florine Schüschke, Sarah John von Zydowitz, Denise Graviat, Paula Meyer, sowie Alexander Bracke, Cristina Garcia Nogueroles, Lara Hesse, Pia Heuser, Hanna Hoppe, Choongman Kim, Birgit Klötzer, Wenzel Bertram, Joschua Blum, Gianluca Ehrhardt, Nicole Freier, Florian Heiling, Sarah John von Zydowitz, Elsa Krause, Lucas Mauczik, Felix Möckel, Maria Lucinda Pohl, Luisa Scheibelhut, Lara Schmitt, Vittorio Ludwig Valent, Friedrich von Uckro, Joschua Blum, Christopher Depel, Denise Graviat, Sarah John von Zydowitz, Paula Meyer, Erdal Sahin, Melissa Schmidt, Selin Balci, Kira-Margo Centini, Thekla Ernst, Johanna Maria Geburzi, Ayleen Hümmerich, Angelique Keil, Lilith Peter, Gesine Schewe.
Der vierteilige Lehrforschungsbericht fasst die Ergebnisse aus Kartierungsprojekten zu Spatial Commons als Orten kooperativer Planungsarbeit zusammen. In interdisziplinär kartografischer Arbeitsweise spürten wir in Kassel soziokulturellen Orten als einem spezifischen urbanen Raumtypus von Spatial Commons – oder räumlichen Gemeingütern beziehungsweise Allmendenräumen – in den Übergangszonen der Stadt nach, zwischen außenliegendem Freiraum und geschütztem Innenraum. Als eine spezifische Form des urbanen Commonings gelesen, zeichnen sich die Orte durch ihre Programmierung jenseits von kommunalem Auftrag und privater Bewirtschaftung aus. In nicht-gewinnorientierter Betriebsweise übernehmen soziokulturelle Initiativen neben der künstlerisch-kulturellen Produktion auch oft Angebote der Erholung oder Bildung und sogar Sorge füreinander.
Die selbstverwalteten Initiativen, Gruppen, Vereine oder Kollektive leisten dabei auch einen erheblichen planerischen Beitrag zur Erneuerung der Stadt, indem sie Räume aneignen, sichtbar machen, offenhalten, schützen, herstellen, ausstatten und auch aufwerten, was oft zum Vorteil der Eigentümerschaft der involvierten Immobilien wird. Dabei spielt die kommunale Planung nicht selten ein doppeltes Spiel, einerseits als Mitermöglicherin der Raumnutzung und andererseits als Mitverantwortliche im Falle von Raumentzug durch Verdrängung. In seltenen Fällen kommt es auch zur Absicherung der Orte, was in Common-Public-kooperativen Planungsweisen resultieren kann. Diese haben wir im Projekt genauer untersucht und im Sinne eines Common Planning auf Ebene von Planungswerkzeugen weiterentwickelt. Entstanden sind Kartierungen von Commons und Clubs, von Industrie, Planung und Soziokultur sowie von Soziokulturpalästen in Kassel, als Grundlage für einen Sozio-Kultur-Zen- tren-Plan der Innenstadt.
Open Access: https://kobra.uni-kassel.de/collections/3db843a3-fdda-4799-bba1-a08b3e220ded