stadt als gemeingut

THEORIEWERKSTATT UND MAPPINGSPAZIERGANG
Mit Mathias Heyden
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Die Stadt und das gute Leben", Camera Austria Graz, 2020

Ziel des Workshops war es, zu verdeutlichen, wie sehr manche Initiativen und Projekte durch städtisches Gemeinschaffen geprägt sind, ohne dass die beteiligten Akteur°innen dies so beschreiben würden. Im Zusammenhang mit der Perspektive auf die Stadt als Gemeingut gilt es in jedem Fall zu überdenken, was ein für alle wirksames Handeln in der gebauten Umwelt bedeutet und was dies für die Pflege gemeinschaftlicher Ressourcen zur Folge hat. In diesem Zusammenhang sind wir aufgefordert, die Architektur der Stadt als eine Angelegenheit kollaborativer Praktiken zu sehen: als ein Zusammenwirken aller, die jede für sich über ein jeweils wichtiges Wissen über ihre Stadt verfügen.

Am ersten Tag wurde zunächst mit Texten zum Thema Stadt als Gemeingut, am zweiten Tag an konkreten Orten in Graz-Eggenberg gearbeitet. Hier entstehen derzeit – von der Öffentlichkeit wenig beachtet – zum einen mehrere sehr grosse Stadterweiterungen, finanziert durch Landankäufe internationaler Immobilienentwickler°innen, und zum anderen kleine, selbstverwaltete Strukturen, die im Stadtteil Eggenberg versuchen, durch soziale, kulturelle und politische Arbeit nachbarschaftliche und solidarische Gefüge zu erhalten.

diestadtunddasguteleben.at/e/workshop-stadt-als-gemeingut

camera-austria.at/ausstellungen/site-specific-public-lessons-die-stadt-das-gute-leben

smartcitygraz.at

fem*map berlin

MAPPING CAMP
Mit Martha Wegewitz und Julia Köpper
In Kooperation mit Katharina Koch und Sylvia Sadzinski, alpha nova & galerie futura, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Feministische Wohngeschichte(n) für die Zukunft. BERLIN, BAUHAUS und DARÜBER HINAUS“
Chair for Urban Design and Urbanization, TU Berlin 2020

Was bedeutet die feministische Aneignung von (Stadt-)Raum für eine kritische Planungspraxis? Welche Rolle spielen Frauen° in Architektur, Planung und Stadtpolitik?

Student°innen des CUD haben sich im Rahmen eines Seminars im SoSe2020 mit den in der Ausstellung „Eine feministische Perspektive für Berlin heute! Wie könnte eine nicht-sexistische Stadt aussehen?“ gezeigten künstlerischen Positionen zu feministischen Räumen, Praxen und Visionen in Architektur und Stadtplanung auseinander gesetzt.

Kartierung: Natasha Nurul Annisa, Laura Juliana Garcia Leon, Jörn Gertenbach, Maximilian Hinz, Tildem Kirtak, Katrina Malinski, und Jessica Voth (TU Berlin) gemeinsam mit Péter Máthé, Ana Maria Rodriguez Bisbicus und Lara Stöhlmacher (UDK Berlin)

galeriefutura.de/feministische-wohngeschichten-teil-2

cud.tu-berlin.de/topics/femmap-berlin

(spatial commons). wohnhaft im verborgenen

Herausgegeben mit Emily Kelling, Martina Löw und Jörg Stollmann
Chair for Urban Design and Urbanization und Fachgebiet für Architektur- und Planungssoziologie
Universitätsverlag der TU Berlin, 2020

Die Kommunen in Deutschland sind verpflichtet, Obdachlose vor Straßenobdachlosigkeit zu bewahren. Häufig kommen sie dieser Verpflichtung nach, indem sie die Kosten für Hostelsbetten übernehmen. In diesem Zusammenhang stellt die Berliner Hostelwirtschaft mit wohnungslosen Menschen eine versteckte Form der Wohnungslosigkeit dar, die weder in der Stadt sichtbar ist noch in der öffentlichen Debatte berücksichtigt wird. Die meisten Menschen wissen nicht einmal davon. Welche Akteure sind beteiligt und wie hängen sie voneinander ab? Wie ist das Hostelphänomen auf verschiedenen Ebenen räumlich strukturiert? Welche Codes und Conventions bilden die Grundlage seiner Organisation? Die Ergebnisse bestätigen unsere Vermutung und zeigen, dass die Verborgenheit für die Existenz der Hostelwirtschaft konstitutiv ist - auf der Ebene der Stadt, der Nachbarschaft, des Gebäudes und der Innenräume. Wir verstehen diese Dynamik als eine neue Raumproduktion prekären Wohnens in Berlin, die sich im Verborgenen abspielt und deren räumliche Charakteristika in einer Karte festgehalten sind, die Teil der Publikation ist.

Texte und Grafiken: F. Eichhorst, A. Gunia, E. Kelling, D. Pelger, F. Runge, A. Schütze, L. Wagner, J. Wulf // Kartierung: F. Biianu, E. Brandes, P. Bruckner, A. de Ruiter, V. Dobrun, F. Eichhorst, S. File, A. Gunia, C. Heidecke, D. Kryshen, F. Runge, A. Schütze, L. Wagner, J. Wulf.
depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/11090

wohnhaftimverborgenen.cud.tu-berlin.de

spatial commons. die nachbarschaft und ihre gewerberäume als sozial-räumliches gemeingut

PUBLIKATION UND BILDUNGSMATERIAL
Herausgegeben mit Anna Heilgemeir, Nada Bretfeld, Jörg Stollmann und dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung
Chair for Urban Design and Urbanization, Universitätsverlag der TU Berlin 2020

Der sogenannte Wrangelkiez in Kreuzberg ist eines der am stärksten von Gentrifizierung bedrohten Stadtviertel Berlins, verfügt aber zugleich über eine der widerstandsfähigsten Bewohnerschaften der Stadt. Die urbane Nachbarschaft wird in der vorliegenden Publikation unter dem Gesichtspunkt der Commons und des (Dis-)Commonings betrachtet. Dies geschieht aus dreierlei Perspektiven: Planung, Gemeinwesenarbeit und Bildungsarbeit. In der vorliegenden als Bildungsmaterial und Forschungsdokumentation zugleich konzipierten Publikation wird die Nachbarschaft auf ihre Potentiale ihrer Re-/Produktion von sozial-räumlichen Beziehungsgeflechten, Zugangssystemen aber auch in Bezug auf die Risiken der Abschöpfung nachbarschaftlich hergestellter "Güter" untersucht

Die Publikation wurde durch Weiterbearbeitung der Ergebnisse des Recherche- und Kartierungsseminars „Spatial Commons. Immer noch hin und weg vom Kiez“ erstellt sowie auf Grundlage der Ergebnisse des "Fachtags zur Bedeutung von Gewerberäumen als Orte des Gemeinschaffens für die Nachbarschaft" im November 2018.

Texte und Grafiken: Nada Bretfeld, Anna Heilgemeir, Friedrich Lammert, Dagmar Pelger, Philip Schläger
Lektorat: Blanka Stolz
Layout Atlas: Zara Pfeiffer
Layout Heft: Daniela Mehlich

depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/7521

ausgrabungen für die zukunft

SPATIAL COMMONS 10
URBAN DESIGN STUDIO
Mit Steffen Klotz
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2020

Besonders in seiner historischen Mitte zeigt sich Berlin durch das Nebeneinander, Übereinander, manchmal auch Durcheinander verschiedenster Zeitzeugnisse im Raum als eine Stadt im ständigen Werden. Im freien Blick auf dieses Raumsystem werden Spuren, Schichtungen und Erzählungen lesbar und Stadt wird aneigenbar. Die Umgebung des heutigen Molkenmarkts: mittelalterlich anmutenden Stadthäuser in Plattenbauweise, Shoppingmallfassaden in rosa Sichtbetonrüschen, ein als Barockschloss getarnter Museumsneubau, elfgeschossige Wohnriegel am Fernsehturm, ein Botschaftsgebäude aus Limousinenglasfenstern an der Spree. Zwischen den Fragmenten aus Kriegszerstörung und sozialistischem Wiederaufbau liegt heute als Resultat eine große Verkehrsader, in der sich der Blick weitet und die bald bebaut werden soll. Wir untersuchen und entwerfen im Studio mögliche Zukünfte aus den Freilegungen der Zeitschichten und stellen uns die Frage, welch eine Stadt für alle an diesem dicht befahrenen, bewohnten, besuchten und erinnerten Ort denkbar ist. Moderne, Gründerzeit, Instandbesetzung, Brutalismus, Funktionalismus, Real Estate Development - welche Architektur kann ausdrücken, wie wir in Zukunft leben wollen? Welche Rolle spielen Meinwohl, Deinwohl und Gemeinwohl im Programm der Stadt von Morgen?

Mappings und Modelle sind die Werkzeuge, mit denen wir uns im Maßstab von 1:1000 bis 1:1 auf die Suche nach Spuren vergangener Raumproduktionen machten, die heute als spekulative Szenarien entwurflich gedeutet und zu einem gemeinsam erstellten alternativen ‚Planwerk des Innersten der Stadt‘ ausgearbeitet werden.

Kartierung Quadrant X4: Geord Debus, Verdiana Greco, Chiara Hochlenert, Oskar Mehlitz

micromapping. eigentum im bille-land

MAPPING CAMP
Mit Prof. Kathrin Wildner, Janina Kriszio, Sara Lusic-Alavanja und Julia Englert
In Kooperation mit dem HALLO: Verein für raumöffnende Kultur und PARKS Hamburg
Professur Kultur der Metropole, HCU Hamburg 2019

Die im Rahmen des Erasumus + Projektes The Value of Humanities stattfindende interdisziplinäre Lehr -Forschungsveranstaltung hatte zum Ziel, Analysemethoden aus verschiedenen Fachbereichen der HCU zusammenzubringen und in eine kulturwissenschaftlichen Perspektive einzubetten. Wir wollten gemeinsam herausfinden, wie planende, entwerfende, konstruierende und untersuchende Praktiken in eine kritische stadtforscherische Haltung integriert werden können.

Der Raum um die Bille im Hamburger Osten bildet den Kontext der Untersuchungen. Ein ehemaliger Recyclinghof wird im Rahmen eines kooperativen Planungsprozesses zwischen Behörden, Nachbarschaft und dem im Kraftwerk Bille ansässigen HALLO: e.V. als neuer landschaftlicher Baustein des Alster-Bille-Elbe-Grünzugs gemeinwohlorientiert entwickelt. Wir haben den Aktivitäten, Geschichten und Plänen vor Ort als Prozesse der Um-, Ent-, Ver- oder Aneignung mittels kartografischer Werkzeuge in ihren zeitlichen, räumlichen, sozialen und materiellen Schichtungen und Verwebungen nachgespürt.

Studierende: Andreas Meichner, Anna-Sophie Seum , Anna Suhr, Clara Sander, Daniel Matthias Fricke, Fred Volske, Jacob Scholz, Lisa Blümel, Lena Enne, Mareike Oberheim, Ronja Scholz, Sinan Sayar

geschichten.github.io/bille
valhuman.com/de/humanifesta/hamburg

eigentum und alltag

RECHERCHEPROJEKT
Mit S. Endewardt, J. Franzbecker, A. Heilgemeir, N. Henning, U. Jordan in Zusammenarbeit mit N. Linke, F. Bittner, A. und V. Steininger, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 2019

Auch für Gewerbeflächen steigen die Mieten. In der Oranienstrasse – wo die nGbK als Kulturinstitution seit fast dreißig Jahren ansässig ist – organisieren stadtpolitische Initiativen und eine solidarische Nachbarschaft Protest dagegen. 2019 recherchierte die nGbK Arbeitsgruppe »Im Dissens? Nachbarschaft, Gentrifizierung und künstlerisches Engagement in der Oranienstraße« zur Situation von Gewerbemieter_innen und Kulturschaffenden, Eigentumsverhältnissen und Finanzialisierung, Verdrängung und den Möglichkeiten, sich zu wehren. In öffentlichen Workshops eignete sich die Gruppe gemeinsam mit stadtpolitisch Aktiven und Interessierten Werkzeuge für ein digitales Mapping der Straße an. Welche Rolle spielen Kunst und Kultur in Gentrifizierungs-Prozessen und in Bezug zur Nachbarschaft in der Oranienstraße, welche Unterschiede gibt es zwischen den Kulturakteur_innen und Gewerbetreibenden und wie kann man über diese hinweg solidarisch handeln? Rechercheergebnisse und Gastbeiträge sind in der Zeitung »Eigentum und Alltag« nachzulesen. Nach Ende des Projektes steht das digitale Mapping der Straße stadtpolitischen Initiativen und Nachbar_innen als Ressource zur Verfügung. Unter Beteiligung von: Gewerbemieter_innen und L. A. MÜLLER, Kunstblock and beyond, Nihad Nino Pušija, Kerstin Meyer, Åsa Sonjasdotter, Wolfgang Keck, Annette Maechtel, Larissa Fassler, İlker Eğilmez, Christian Hanussek / Anne Huffschmid (metroZones), Lisa Vollmer, Lith Bahlmann, Bizim Kiez, Gertrud Trisolini, OraNostra, Pantea Lachin, Daniele Tognozzi, Sigrun Drapatz, Foto Selçuk

archiv.ngbk.de/projekte/im-dissens-nachbarschaft-gentrifizierung-und-kunstlerisches-engagement-der-oranienstrasse

liquid properties

SPATIAL COMMONS 9
URBAN DESIGN STUDIO
Mit Anna Heilgemeir
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2019

Die Rummelsburger Bucht ist einzigartig in der Berliner Stadtlandschaft: eine urbane Wildnis auf den letzten freien Wassergrundstücken des Berliner Ostens. Seit 2002 wird am ‚Bebauungsplan Ostkreuz‘ gearbeitet, der Investoren vorwiegend hochpreisigen Wohnungsbau sowie ein Aquarium als Touristenmagnet ermöglichen soll. Vor Ort sieht die alltägliche ‚Vision‘ ganz anders aus: Wohnsitzlosencamps, Sub- und Clubkultur, eine Floßstadt und pinke Flamingotretboote, umgeben von vorstädtischen Town- und Reihenhaussiedlungen mit fehlender sozialer Infrastruktur.

Im Entwurf werden wir die gesamtstädtische Sicht auf Berlin als Gemeingut mit den sozialen Raumproduktionen vor Ort zusammenführen. Die bauliche Dichte des B-Plans beibehaltend, soll programmatisch und räumlich über die Lage am Wasser völlig neu nachgedacht werden. Wie können liquide Vorstellungen von ‚Property‘ einen Städtebau denkbar machen, dessen stetiges Aneignen, Enteignen und Umeignen die Stadt für alle in die landschaftlichen Räume der Spree hinaus öffnet?

Ein enger Austausch mit Initiativen vor Ort - zu Land wie zu Wasser - und Ansprache von Politik und Verwaltung sollen den Entwurfsprozess begleiten.

Studierende Terrain Trust: Annika Knapp, Kira Knecht, Wojtek Szczepanik

Studierende Kartierung: Tobias Benkendorf, Clara Blum, Till Caspary, Louisa Hidanovic, Marianna Karakoste, Dilan Karatas, Annika Knapp, Kira Knecht, Jörn Kunze, Arantxa Menendez Ron, Leon Mohr, Kimberley Nguyen, Paul Ruhrmann, Charlotte Schmidt, Tobias Schmollack, Wojniech Szczepanik, Libia Szkada Figueiras, Daniela Viersbach Gordillo, Constantin von Ungerne-Sternberg, Yunshu Huang

miami

EINBAU, UMBAU, AUFBAU
Mit Roberta Burghardt (disco storage proto), Pedro Coelho, Franziska Ebeler, Dominik Grube, Steffen Klotz, Asli Varol, Martha Wegewitz, coopdisco 2020

coop-disco.net

weltkulturerbe, milieuschutz-plus oder alles muss raus ?

WERKSTATT UND OFFENES FORUM
zur Bedeutung von Gewerberäumen für urbane Nachbarschaften
Mit Anna Heilgemeir und Nada Bretfeld
In Kooperation mit dem Kiezanker 36, dem Bildungswerk Berlin der Heirich-Böll-Stiftung und dem NaGe-Netz Kreuzberg
Chair for Urban Design und Urbanization, TU Berlin 2018

Zahlreiche Nachbarschaften in Berlin stehen unter Druck: Die Folgen von Gentrifizierung und Finanzialisierung sind für Gewerbemieter°innen ebenso existenzbedrohend wie für Wohnungsmieter°innen. Nahversorgung, Geschäfte und Läden, lokale Dienstleistung und kleingewerbliche Betriebe, aber auch soziale Einrichtungen werden zunehmend verdrängt.

In einem Atlas der Nachbarschaften im Wrangelkiez wurden Gewerberäume als Orte des Gemeinschaffens sichtbar gemacht. Auf dieser Basis wird in einer Werkstatt zur Reichenberger und Oranienstraße in Berlin Kreuzberg ein Manifest zum Schutz von Gewerberäumen erarbeitet und am Abend vorgestellt.

Inputs zu Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen, Aushandlungsformaten und Verwaltungsmodellen geben Andrej Holm (HU Berlin), Lisa Marie Zander und Renée Tribble (Planbude Hamburg) sowie Meike schalk (KTH Stockholm). Die Positionen werden in einem offenen Forum mit Nachbarschaft, Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung diskutiert.

depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/7521
cud.tu-berlin.de/topics/spatial-commons-5-noch-immer-hin-und-weg-vom-kiez

mapping das haus der kulturen der welt - in der welt

SPATIAL COMMONS 8
METHODISCHES MAPPING STUDIO
Mit Séverine Marguin, Methodenlab des SFB
In Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 1265 “Re-Figuration von Räumen” und dem Haus der Kulturen der Welt, im Rahmen der Tagung « Mappings as Joint Spatial Display »
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2018

Im Rahmen eines methodischen Lehr-Forschungsprojekts wurde ein interdisziplinäres Experiment zwischen Soziologie und Städtebau zur Kombination verschiedener Kartierungstechniken durchgeführt, in dem die Synthese von qualitativer und quantitativer Datenerhebung erprobt wurde. Mit dem "Haus der Kulturen der Welt" als Forschungsobjekt wurde die Frage nach der Zugänglichkeit des HKW untersucht: Wie global oder lokal, wie inklusiv oder exklusiv ist das HKW? Um diese Frage auf räumlich-materieller, aber auch gesellschaftspolitischer Ebene zu beantworten, untersuchten wir die Verschränkung von architektonischer, urbaner und landschaftlicher Morphologie einerseits und Atmosphären der Zugehörigkeit oder Ausgrenzung andererseits. Ein Hands-on-Workshop vor Ort mit 48 Gästen - Besucher°innen, Nutzer°innen, Expert°innen, Wissenschaftler°innen, Student°innen - bildete die Grundlage für das methodische Experiment. Ergänzt durch Expert°inneninterviews, teilnehmende Beobachtungen, kollektive Workshops und Fragebögen wurde eine Serie von Karten erarbeitet, die Aspekte der Offenheit der Institution auf verschiedenen Maßstabsebenen thematisieren: Welt, Stadt, Umgebung und Gebäude. Die Karten zeigen inklusive und exklusive räumliche Systeme und werfen methodische Fragen nach "Mappings as Joint Spatial Displays" auf.

cud.tu-berlin.de/topics/spatial-commons-8

werk

PRAXIS DESIGN EXPERIMENT
Mit Franziska Dehm, Julia Englert, Felix Egle, Dorothee Halbrock, Luc Knödler, Nina Manz, Kirsten Plöhn, Antje Stokman, Reneé Tribble, Kathrin Wildner, Veit Wolper und vielen mehr ....
In Kooperation mit dem HALLO: Verein für raumöffnende Kultur, der HCU/Architektur+Landschaft & Kultur der Metropole und der Schaltzentrale (experimentelles Stadtteilbureau), 2019

Für WERK bietet das Zählerwerk mit derzeit 4.200 qm viel Raum für unterschiedliche Nutzungen. Zusätztlich kann es mit einer geplanten Aufstockung des bestehenden Gebäudes um zwei Etagen auf rund 6.000 qm Bruttogeschossfläche erweitert werden. Auf fünf Etagen und zusätzlichen Kellerräumen wird WERK eine innovative Funktionsvielfalt ermöglichen: von Bewegungs-, Probenund Sporträumen im und vor dem Haus über Kantine, Veranstaltungsorte, Arbeitsplätze und gemeinschaftlich genutzten Werkstätten ist alles dabei. Zu leistbaren Konditionen bieten wir sowohl langfristig Räume als auch öffentliche Angebote für Menschen, die in Gemeinschaft aktiv werden wollen.

Zu den potentiellen Nutzer°innen gehören Gruppen mit Bewegungs- und soziokulturellen Angeboten (z.B. Hajusom e.V., Tanzgruppen), soziale Träger (z.B. inklusive Tagesförderstätte der Evangelischen Stiftung Alsterdorf), Sportvereine (z.B. Rudervereinigung Bille), innovative Mobilitätsinitiativen (z.B. XYZ Lastenradproduktion) und offene Werkstätten, die sich in ihren Funktionen gegenseitig unterstützen.

WERK wird in enger Zusammenarbeit mit vorrangig lokalen Akteur°innen entwickelt, mit denen parallel zur Sanierung des Gebäudes das Raumprogramm geplant und umgesetzt wird.

hallohallohallo.org/de/werk

bille-land. wasser als sozialer raum

MAPPING CAMP
Mit Prof. Antje Stokmann
In Kooperation mit dem HALLO: Verein für raumöffnende Kultur, der Rudervereinigung Bille (1865) e.V. und Prof. Kathrin Wildner, Kultur der Metropole HCU
Professur Architektur + Landschaft, HCU Hamburg 2018

Am Beispiel des Billebogens im Hamburger Osten beschäftigen wir uns mit der Frage der Transformation von Wasserräumen als technischer Infrastruktur hin zu Wasser als sozialer Infrastruktur mit neuen Gebrauchswerten. Im Kontext finanzialisierter Stadtentwicklung stehen urbane Wasserräume zunehmend unter Druck. Im Verständnis einer koproduzierten Stadt, in der Nutzer_innen ebenso zur Stadtraumproduktion beitragen wie Planung und Politik, ist Wasser ein Gemeingut, das allen zugänglich sein sollte oder muss.

Vom 21. bis 26. Mai fand in der Schaltzentrale (experimentelles Stadtteilbureau) des HALLO: e.V. in Kooperation mit lokalen Akteur_innen im ehemaligen Kraftwerk Bille ein Mappingcamp statt. Wir erkundeten den Wasserraum der Bille mit Booten, fertigten groß- und kleinformatige Mappings an und erstellten Aufnahmen der uns umgebenden Geräuschkulissen in dieser von Industrie, Kreativpraxis und wartenden Nutzungen geprägten Wasserlandschaft.

Eine intensive Postproduktion der Maps, Audios und Datensammlungen mündete in einer Ausstellung im Rahmen der »HALLO: Festspiele« vom 3. bis 5. August. Das Seminar war interdisziplinär ausgerichtet und brachte Studierende aus Architektur, Urban Design und Kultur der Metropole zusammen, die aus unterschiedlichen Perspektiven fragten: Wie können den lokalen Akteur_innen als Co-Entwickler_innen des Raums um die Bille Werkzeuge in die Hand gegeben werden, die sie zu Mit-Planenden machen?

Kartierung: Justine-Lu Adam, Amrita Burmeister, Franziska Dehm, Julius Detlefsen, Johanna Dorn, Julia Marie Englert, Jana Etmann, Flora Fessler, Konstantin Glodzinski, Sureija Gotzmann, Tomma Groth, Marie-Therese Jakoubek, Felix Korganow, Björge Köhler, Nina Manz, Finn Martens, Iulia Miclea, Paul-Edgar Montanari, Kirsten Plöhn, Marian Rudhart, Kira Seyboth, Timo Volkmann und Adrianna Wyganowska

commoning berlin: zeit - ressourcen

FORUM
Mit Roberta Burghardt, Anna Heilgemeir und Niloufar Tajeri
Im Rahmen von "An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffenes" einer Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit ARCH+, coopdisco 2018

Gemeinschaffen (Commoning) ist ein Prozess, der von Gemeinschaffenden (Commonern) Zeit und Ressourcen beansprucht. Beides bildet die Voraussetzung für den Prozess, der die Gemeingüter (Commons) sichtbar, erfahrbar und zugänglich macht sowie politische und gesellschaftliche Debatten, Aushandlungen sowie Veränderungen anstößt. Die „Erträge“ des Gemeinschaffens – Zugang, Verfügbarkeit und Erhalt der Gemeingüter – sind von hohem Gemeinnutz. Sie machen städtische Räume zu Orten kooperativer Re/Produktion. In diesem Prozess müssen sich Planer°innen heute positionieren und ihr professionelles Selbstverständnis neu ausrichten. Als Teil der Gesellschaft beginnen sie, gemeinsame Aufgaben mit anderen Beteiligten zu erfüllen: Sie werden zu Agent°innen, die in verschiedenen Konstellationen mit Nutzer°innen, Politik und Verwaltung an einer anderen, Gemeingut schaffenden Raumproduktion zusammenarbeiten. Sie werden zu Commonern und praktizieren Architektur als potentielle Commons.

Wo stehen wir heute und welchen Fragestellungen, Herausforderungen und Hürden stehen wir gegenüber? Wie kann eine Langfristigkeit des Gemeinschaffens gesichert werden? Welche Rolle spielen zeitliche, finanzielle und räumliche Ressourcen? Wie können nutzerbestimmte und planerische Fragen in der kooperativen Re/Produktion von Stadt zusammengeführt werden?

Eingeladene Sprecher°innen: Asli Varol + Fatuma Musa Afrah (Campus Cosmopolis), Tashy Endres (UDK Berlin) + Ahmet Tuncer (Kotti & Co), Geraldine Dening (Architects for Social Housing) + Tom Keene (Cressingham Gardens Estate)

archplus.net/home/news/7,1-17236,1,0.html
coop-disco.net

gemeinwohlkreis

STUDIE UND POSTER
Für eine Beauftragtenstelle für gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung im Bezirk Friedrichshain Kreuzberg.
Mit Roberta Burghardt, Pedro Coelho, Lisa Rochlitzer und Niloufar Tajeri, sowie Bettina Barthel, Julian Benz, Caroline Rosenthal, Tilmann Teske und Martha Wegewitz, COOPDISCO+ 2018

Gemeinwohl ist ein handlungsleitender Begriff. Welche Handlungen das Gemeinwohl befördern, kann jedoch immer erst in einem konkreten gesellschaftlichen Zusammenhang bestimmt werden. Die Gemeinwohlforschung geht davon aus, dass der Schlüssel zum Gemeinwohl in der Herstellung eines Ausgleichs zwischen den Interessen der Individuen und der Allgemeinheit liegt. Die gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtentwicklung entsteht in einem Zusammenspiel aus dem GEMEINWESEN und seinen Akteur°innen, den GEMEINGÜTERN und Ressourcen sowie den Instrumenten des GEMEINSCHAFFENS. Die GEMEINNUTZ-KRITERIEN beschreiben die Gemeinwohlziele. Der Prozess dieses Zusammenspiels lässt sich als GEMEINWOHLKREIS darstellen.

Das Poster basiert auf den Inhalten der Projektstudie „Gemeinwohl Entwickeln: Kooperativ und Langfristig! Eine Beauftragtenstelle für gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung in Friedrichshain-Kreuzberg“, coopdisco+ (R. Burghardt, P. Coelho, D. Pelger, L. Rochlitzer, N. Tajeri mit B. Barthel, J. Benz, C. Rosenthal, T. Teske und M. Wegewitz), Berlin 2018.

aks.gemeinwohl.berlin/download
coop-disco.net

wohnhaft im verborgenen

SPATIAL COMMONS 6
RECHERCHE- UND KARTIERUNGSSEMINAR
Mit Emily Kelling
In Kooperation mit dem Fachgebiet Planungs- und Architektursoziologie, Prof. Martina Löw
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2017

Anhand der sogenannten Hostelwirtschaft um Geflüchtete und Wohnungslose in Berlin untersuchten wir im Seminar, wie unter Bedingungen der Wohnungsnot von formalen Vorgaben zur Wohnqualität abgewichen wird und wie diese Abweichungen sozial und räumlich organisiert sind. Ziel war die Analyse der geltenden Codes und Conventions der Hostelwirtschaft und der jeweils relevanten sozialen, rechtlichen, räumlichen, ökonomischen und alltagspraktischen Strukturen, in die sie eingebettet sind, sowie die Analyse der Verkettung dieser Bereiche. Für dieses Vorhaben begannen wir mit einem intensiven Lektüreseminar, das der Erarbeitung einer gemeinsamen Forschungsperspektive diente. Darauf folgte eine Kombination aus sozialwissenschaftlichen und kartografischen Methoden, um das synergetische Potenzial aus den zwei Forschungsrichtungen zu erproben. Das Ergebnis ist eine sowohl sprachlich-textliche als auch visuell-graphische Erfassung der komplexen Beziehungsgefüge und ihrer räumlichen Strukturen in der Form schriftlicher Ausarbeitungen und eines Mappings, das die 17 Studierenden gemeinsam hergestellt haben.

Studierende: F. Biianu, E. Brandes, P. Bruckner, A. de Ruiter, V. Dobrun, F. Eichhorst, S. File, A. Gunia, C. Heidecke, D. Kryshen, F. Runge, A. Schütze, L. Wagner, J. Wulf. // Webseitendesign: Jonas Wulf

wohnhaftimverborgenen.cud.tu-berlin.de

cud.tu-berlin.de/topics/spatial-commons-6-wohnhaft-im-verborgenen

immer noch hin und weg vom kiez

SPATIAL COMMONS 5
RECHERCHE- UND KARTIERUNGSSEMINAR
Mit Anna Heilgemeir
In Kooperation mit dem Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez und Studierenden der ASH Berlin im Master Soziale Praxis, Nada Bretfeld und Prof. Esra Erdem sowie dem MAZI Forschungspiloten Berlin
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2017

Ausgehend von der These, dass Nachbarschaft als physischer Raum und Nachbarschaft als immaterielles Beziehungsgefecht über die im Raum stattfindenden Handlungen der Nachbarn täglich von Neuem als sozialräumliches Gemeingut reproduziert wird, möchten wir das Konzept der Commons mit den Überlegungen zur Nachbarschaft überlagern.
Hierfür sollen die Übergangsräume zwischen Strasse und Haus, Trottoir und Wohnung oder Garten und Park als nachbarschaftliche Schwellenräume jenseits von Öffentlich und Privat lesbar gemacht werden. Diese gemeinschaftlich genutzten Räume im Übergang zwischen Innen und Außen, in denen ge-, ver- und ausgehandelt, getauscht, geteilt, verweilt und erinnert wird, stehen unter zunehmendem Druck.

Die kartografsche Analyse soll Fragen an die Nachbarschaft entwickeln, die zur Vorbereitung einer weiterführenden Studie in Zusammenarbeit mit den Expert°innen, Nachbar°innen und Initiativen vor Ort Möglichkeitsräume für eine gemeinschaftsbasierte Stadtraumproduktion im Kiez erhalten und öffnen soll.

Studierende: Franziska Bittner, Nathalie Denstorff, Yannik Olmo Hake, Florian Hauss, Katharina Krempel, Nija-Maria Linke, Ana Martin Yuste und Mateusz Rej.

https://www.cud.tu-berlin.de/topics/spatial-commons-5-noch-immer-hin-und-weg-vom-kiez

hin und weg vom kiez

SPATIAL COMMONS 4
RECHERCHE- UND KARTIERUNGSSEMINAR
Mit Anna Heilgemeir und Katharina Hagg
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2016

Im Seminar sind wir den Spuren möglichen (Dis-)Commonings an zentralen Orten im Kiez nachgehen um herauszufinden, mit welchen Mitteln der urbane Raum als Ort der Interaktion und Teilhabe gemeinschaftlich erzeugt und erhalten wird oder werden kann und wodurch sich die somit genutzten oder auch erst geschaffenen Raumressourcen auszeichnen.

In welchem Zusammenhang stehen Raumressource, potentielle Commoner und kooperative Praxis? Nicht zuletzt bildet diese Untersuchung die Ausgangslage für die Frage, wer sich der somit erzeugten Werte im Raum bedienen darf und wem sie als Gemeingut zur Verfügung gestellt werden müssen.

Studierende: Ioanna Giannakopoulou, Sebastian Kunz, Friedrich Lammert, Phil von Lueder, Nina Peters, Lucas Rauch, Jim Reifferscheid, Philip Schläger

sozialutopische hybride

ENTWURFSLEHRE SEMINAR
Mit Niloufar Tajeri
Bauplanung und Entwerfen, Prof. Walter Nägeli, KIT Karlsruhe 2016

Begleitend zum Bachelor Abschluss-Entwurfstudio Werk-Palast / Wohn-Fabrik haben wir uns der Fragestellung „Sozialutopie: Werkpalast / Wohnfabrik?“ mit dem Ziel genähert, den Entwurf mit Inputs zu Raumprogramm und Raumgefüge zu unterfüttern. Insgesamt 20 Analyseobjekte zu den Themen Sozialutopie, Werkpalast, Wohnfabrik wurden sowohl gebäudetypologisch analysiert als auch theoretisch kontextualisiert. Nach der Analyse wurden die unterschiedlichen Objekte miteinander „gekreuzt“, um gezielt programmatische Hybride zu gestalten.

werk-palast / wohn-fabrik

BACHELOR ABSCHLUSS - ENTWURFSTUDIO
Mit Niloufar Tajeri
Bauplanung und Entwerfen, Prof. Walter Nägeli, KIT Karlsruhe 2016

Das Phalanstère, eine Sozialutopie des Theoretikers Charles Fourier, war als Ort gemeinschaftlichen Wohnens und landwirtschaftlichen oder industriellen Produzierens konzipiert, an dem die Menschen leben, lieben und arbeiten sollten. Der Einfluss der Ideen, die in dieser utopischen Miniaturstadt zum ersten Mal Ausdruck fanden, ist in vielen späteren Sozialutopien und auch in moderneren Ikonen des Wohnungsbaus wiederzufinden.

Wie könnte das Phalanstère heute als Ort gemeinschaftlichen Wohnens und Arbeitens neu interpretiert werden?

spatial commons. städtische freiräume als ressource

PUBLIKATION ZUR ALLMENDE ALS URBANER TYPUS
Herausgegeben mit Anita Kaspar und Jörg Stollmann
Chair for Urban Design and Urbanization, Universitätsverlag der TU Berlin, 2016

Die Beschäftigung mit den Gemeingütern, den elementaren natürlichen und kulturellen Ressourcen, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, fordert auch eine Auseinandersetzung mit Räumen. Denn die Frage nach der Verfügbarkeit von Ressourcen schließt die Frage nach dem Ort, an dem diese für die Gemeinschaft zugänglich sind oder zugänglich gemacht werden, und damit immer auch die Frage nach der räumlichen Organisation dieser Gemeinschaft, ein.

Die Publikation gibt einen ersten Überblick über historische Typen von Allmenden, über die aktuelle Theoriebildung zum Thema des urbanen Gemeingutes und spekuliert über mögliche Formen von zukünftigem Commoning.

Text: Dagmar Pelger
Kartierung und Grafiken: Paul Klever, Steffen Klotz, Lukas Pappert, Jens Schulze
Layout: Zara Pfeifer

depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/5400 (DE)
depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/6421 (EN)

leer-raum / lern-raum

KARTIERUNGSSEMINAR
Begleitendend zum Entwurfstudio Campus 2.0: 1000 X Wohnen
In Kooperation mit dem KIT Zukunftscampus und Campus Living
Bauplanung und Entwerfen, Prof. Walter Nägeli, KIT Karlsruhe 2015

Ein in die Zukunft gerichteter Blick auf den Campus als kollektiver Ort des Lernens und Forschens fokussiert auf die aussen- und innenliegenden Freiräume: Höfe, Auditorien, Straßen, Foyers, Terrassen, Auffahrten, Korridore, Treppenhäuser, Wiesen und Waldstücke.

Sie sollen als zusammenhängendes Raumsystem lesbar gemacht werden und Aufschluss geben über ein mögliches Weiterdenken der Raumressourcen als Räume, die in ihrer Leere als Potential erhaltenswert sind oder aber als Räume, die als gemeinschaftsstiftende Lernräume besetzt werden oder werden könnten.

Studierende: Florian Blohmke, Bahar Kalyoncu, Ruxandra Mocanu, Alexandra Prodan, Lisa Schnepper

neighbourhood mapping: süd-& südoststadt

KARTIERUNGSSEMINAR UND NACHBARSCHAFTSAUSSTELLUNG
(NEIGHBOURHOOD MAPPING II)
Mit Angelika Jäkel, Ekut.Lab, und Adrian Fischer, Fachgebiet Kunstgeschichte
Bauplanung und Entwerfen, Prof. Walter Nägeli, KIT Karlsruhe 2015

Bei der vergleichenden Untersuchung der ‚alten‘ Südstadt und der ‚neuen‘ Südoststadt Karlsruhes geht es uns um die räumlichen Aspekte des Begriffs „Nachbarschaft“: räumliche Nähe, Beziehungsgeflechte und ihre räumlichen Ausprägungen, Prozesse der Vergemeinschaftung, Aneignungspotenziale im gemeinschaftlich geteilten Raum und insbesondere die graduellen Übergänge zwischen privat und öffentlich in hochverdichteten städtischen Wohngebieten. Am Beispiel der aneinandergrenzenden Stadtteile wollen wir insbesondere durch deren Unterschiedlichkeit in Raum-, Bewohner- und Infrastruktur Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen sozialen Beziehungsgeflechten einerseits und konkret räumlichen Bedingungen von Nachbarschaft andererseits gewinnen.

die mitte ist nicht leer !

SPATIAL COMMONS 3
RECHERCHE- UND KARTIERUNGSSEMINAR
Mit Anna Heilgemeir
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2015
Ausstellung der Karte in 'Demo:Polis. Das Recht Auf Öffentlichen Raum' in der Akademie Der Künste Berlin (2016)

Wir haben uns eine Woche lang täglich von 8 bis 24 Uhr in der Mitte Berlins aufgehalten und die Leere zwischen Alexanderstraße und Schloßplatz kartiert. Vorbereitend wurden andere Mitten dieser Erde untersucht: vom Plac Defiliad in Warschau, über den Djema el Fna in Marrakech, les Halles in Paris, Anhangabau in Sao Paolo, Skanderbeg in Tirana, den Volksgarten in Wien, City Hall Parc New York bis zum Forum Romanum in Rom.

Ziel der handgezeichneten Karte ist es, den angeblich leeren Raum in ONE BIG MAP mit Erzählung zu füllen um mit den NutzerInnen, Passanten und Nachbarn, dem Senat, den Initiativen und Planerinnen in Kontakt zu treten und zu zeigen: Die Mitte ist nicht leer!

Kartierung: Alice Geletey, Kathrin Krell, Lukas Pappert, Mathias Pudelko, Jens Schulze, Tilmann Teske, Anna Kristin Vinkeloe und Martha Wegewitz.

die-mitte-ist-nicht-leer.org

neighbourhood mapping: passagehof

KARTIERUNGSSEMINAR UND SCREENING-RUNDGANG
(NEIGHBOURHOOD MAPPING 1)
Mit Angelika Jäkel, Ekut.Lab
Bauplanung und Entwerfen, Prof. Walter Nägeli, KIT Karlsruhe 2015

Ziel des Seminars war es, an Hand einer Suchmatrix die nachbarschaftlichen Orte ebenso wie nachbarschaftliche Gruppen als kleinste Einheit von Stadt am Beipiel des Passagehofs, einem heterogenen Baublock in der Innenstadt Karlsruhes, zu identifizieren. Mittels verschiedener „mappings“ wurden räumliche und soziale Parameter der beobachteten, befragten und analysierten Nachbarschaften grafisch dargestellt. Ausgehend von einer thematisch sich zuspitzenden Bestandsaufnahme wurden die Kartierungen in subjektive Interpretationen übertragen. Eine interpretierende Lesart der eigenen Zeichnungen durch die BearbeiterInnen half, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen unterschiedlicher nachbarschaftlicher Raumkategorien differenzierter herauszustellen. So ergab sich für jede der sechs erarbeiteten Methoden eine spezifische Darstellungsweise, die über die Bestandsaufnahme hinausweist, ohne bereits Vorschläge zu formulieren.

die allmende als urbaner typus

SPATIAL COMMONS 2
RECHERCHE- UND KARTIERUNGSSEMINAR
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, TU Berlin 2015

Eine anhaltenden Diskussion spannt sich auf zwischen der Ausbreitung von Commons=Allmenden als Vergemeinschaftung von Wissen und Urheberschaft durch das Internet auf der einen Seite und die zunehmende Einhegung und Verknappung von Ressourcen auf der anderen. Im Seminar haben wir den Blick auf die räumlichen Gemeingüter in unserem direkten Umfeld gelenkt, wo zeitlich und juristisch unsichere Gemeinschaftsprojekte sich gegenüber einer zunehmenden Privatisierung und Überwachung des öffentlichen Raums behaupten müssen. Das Konzept der Commons bietet eine verwalterische Alternative für die städtischen Freiräume.

Mittels einer Commons-Kartierung von sechs Kreuzberger Freiräumen soll eine Begriffsschärfung auf räumlicher Ebene angestossen werden. Welche Spuren von Allmendeartigem Gebrauch lassen sich auf den Plätzen, Grünflächen, öffentlichen Geländen auffinden?

Studierende: Tobias Birkefeld, Carlo Costabel, Claudia Fraust, Paul Klever, Steffen Klotz, Martin Morsbach, Peter Müller, Lukas Pappert, Caroline Pfetzer, Franziska Polleter, Simone Prill, Jens Schulze und Hang Yuan

stadtleuchten

URBANE SZENOGRAFIE
Mit Angelika Jäkel, platfond a.i.r. 2015

Online-Karte und Atlas der Nachbarschaften: Alle LEUCHTZELLEN tragen sich sukzessive auf der Stadtleuchten-Webseite ein – sie beschreiben ihre Nachbarschaft, den Raum, den sie bespielen wollen, und die Ideen, die sie für ihre Lichtinstallationen haben. So entsteht nach und nach eine interaktive Stadtkarte, die alle Orte sichtbar macht, an denen sich Bürger, Vereine, aktive Gruppen, Verbände, Firmen, Hochschulen, Institutionen oder Behörden aktiv und gemeinsam um ein gelingendes Miteinander in ihrem konkreten Lebensraum kümmern – eine Kartierung nachbarschaftlicher Visionen. Die finale Version der Stadtkarte dient schließlich als Programmheft und Orientierungshilfe für den Abend des Stadtleuchtens. In einem zweiten Schritt entsteht aus dieser Karte ein Karlsruher „Atlas der Nachbarschaften“ . Die gesammelte Darstellung aller Leuchtzellen dokumentiert somit den Ist-Zustand städtischer Nachbarschaften im Jahre 300 der Stadtgeschichte Karlsruhes.

In einem kuratorischen Prozess werden im Vorfeld 8 (- 15) Initial-Leuchtzellen identifiziert/initiiert und moderiert, die stellvertretend für (bestimmte) neue Tendenzen von Nachbarschaften im städtischen Kontext der Stadt Karlsruhe stehen. Diese Orte in der Stadt erfahren am Abend des Stadtleuchtens eine besondere Inszenierung, begleitet vom team SL sowie einer Gruppe von Künstlern und Szenographen.

www.stadtleuchten-ka.de

nachbars gärten

LEHRFORSCHUNGSPROJEKT
Im Rahmen der Akademie einer neuen Gropiusstadt (AnG)
Mit Anita Kaspar
Chair for Urban Design and Urbanization, Prof. Jörg Stollmann, in Kooperation mit Alex Gross, Suran Sichling und Janine Walter, Fachgebiet Bildende Kunst, Prof. Stefanie Bürkle, TU Berlin 2013/2014

In einem partizipativen Entwurfs- und Forschungsprojekt wurden 1:1 Umsetzungen in den Freiräumen der Gropiusstadt gemeinsam geplant. Für konkrete Flächen am Lipschitzplatz wurde mit BetreiberInnen und BewohnerInnen der Gropiusstadt zwei Freiraumkonzepte entwickelt und im Sommer 2014 umgesetzt.

Im monatlich stattfindenden Block-Seminaren wurden innerhalb einer selbst entwickelten ‘Bürostrukur’ alle nötigen Planungsschritte und -leistungen erarbeitet: neben Kartierungs- und Entwurfsarbeit gehörten Detail- und Genehmigungsplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsworkshops, sowie Budgetierung des partizipativen 1:1 Projekts zu den gemeinsam verantworteten Aufgaben. Methoden des gemeinschaftsbasierten Planens und Bauens waren für alle Projektphasen maßgeblich. Weitere lokale PartnerInnen wie Wohnungsbaugesellschaften, Quartiersmanagement der Gropiusstadt oder das Grünflächenamt/Bezirk Neukölln wurden eingeladen oder besucht, um Konzepte zu besprechen und Strategien zur Umsetzung zu ermitteln.

Die im Wintersemester bis zur Ausführungsreife erarbeiteten Entwürfe “Platzvergoldung” und “Drei Nüsse für Gropiusstadt” wurden im Frühjahr 2014 in Kooperation mit dem Fachgebeit Bildende Kunst und mit unseren PartnerInnen vor Ort umgesetzt

labo s works 2004 - 2014

SYMPOSIUM UND PUBLIKATION
Mit Luce Beekmans, Prof. Michiel de Haene, Ana Michelis, Bruno Notteboom, David Peleman und Prof. Pieter Uyttenhove, Labo S(tedenbouw), UGent 2011
Textbeitrag mit David Peleman: “When the mayor calls the designer”

Over the past decade Labo S has been operating in the margins of the (urban) landscape by studying real places which go largely unnoticed and examining concrete problems that are rarely debated in the spotlight of the media or academia. By starting from a certain empathy for the landscape, by immersing itself in it and getting to know it, Labo S has been able to feel the fragility and impotence of the landscape with respect to oversimplified spatial dynamics and processes. Taking the landscape viewpoint as a framework for urbanism, Labo S has formulated an answer to the almost impossible task of grasping, mastering and changing this reality. Apart from a post-rationalisation of this extensive process of research, this book also aims to transcend the boundaries of its own work, to offer a reflection on the role that landscape as image and as design instrument can play when exploring and understanding the contemporary urban condition.

ugent.be/ea/architectuur/nl/onderzoek/onderzoeksprojecten/projecten/labo-s-works-2004-2014-a-landscape-perspective-on-urbanism/overzicht.htm

fashion (x): dressed for discourse

SZENOGRAFIE
Mitarbeit an der Ausstellung und diskursiven Modenschau in der alpha nova kulturwerkstatt & galerie futura, Studio Staartster & ME ! /... , Berlin 2013

Fashion x - Genderkritische Perspektiven auf Kleidung und Mode war eine zweiwöchige Veranstaltungsreihe mit Workshops, Performances, Filmpräsentationen, Vorträgen, Diskussionen und einer „diskursiven Modeschau“.

Die Formate gruppieren sich um zwei Kernthemenfelder: Das erste fokussiert die Verknüpfung von Kleidung/Mode und Identität aus geschlechterkritischer Perspektive. Das zweite beleuchtet die feminisierte Produktion von Kleidung/Mode im globalen Kontext und fragt nach den Potentialen, ausbeuterische Produktions- und Vermarktungsnormen nicht nur zu reflektieren, sondern diese auch mittels z.B. fairer Kampagnen und alternativer Produktionsstrategien zu unterlaufen. Das Gesamtprojekt mündete im dritten Teil in einer „diskursiven Modenschau“, in der beide Themenfelder miteinander in Beziehung gesetzt und diskutiert wurden. Dabei steht die Frage nach machtvollen Strukturen zentral, die Kleidung/Mode sowohl als Ausdruck von Identität und Zugehörigkeit als auch im Rahmen ihrer Produktion bestimmen.

In Kooperation mit den teilnehmenden Labels, Modedesignerinnen und Künstlerinnen wurde eine kuratierte und moderierte Modenschau mit den Kollektionen der Teilnehmenden gestaltet. Die diskursive Modenschau wurde als ein Format eingeführt, das in spielerischer Form Fragenstränge aufgreift und in praktischen Gestaltungsentwürfen umsetzt.

galeriefutura.de/fashion-x-genderkritische-perspektiven-auf-kleidung-und-mode

golden dress

ME ! / on demand ... kollektion für maßanfertigungen

Beim Konstruieren von Schnittmustern auf die Masse des Körpers wird eine Projektion der gerundeten Volumen im Masstab 1/1 auf ein flaches Papier gezeichnet. Beim Übertragen der Zeichnung auf einen weichen, sich immer leicht bewegenden Stoff stellt sich eine Unschärfe gegenüber der Konstruktionszeichnung ein; das Zusammennähen des Stoffzuschnitts erhöht diesen Effekt und wirft vielleicht die Frage nach einem Zusammenhang auf zwischen dem unscharfen Teil im Entwurf, der eine Aneignung durch die Nutzer°in ermöglicht, und dem Äquivalent dazu beim Kleidungsstück...

ME ! / ... on demand ist eine Kollektion für Maßanfertigungen. Zehn Prototypen sind aus klassischen Basisschnitten als Lehrstücke am eigenen Leib entwickelt und auf Stoffeigenheiten und persönliches Körpergefühl reagierend zu autonomen Kleiderentwürfen weitergedacht worden. Zur materiellen Umsetzung der Entwürfe dienen Designerfabrikverkäufe in Antwerpen, afrikanische Boutiquen in Brüssel oder Karstadt am Hermannplatz in Neukölln zugleich als Einkaufsorte und Inspirationsquelle. Durch jede weitere Auftragsarbeit in Maßanfertigung wächst die Kollektion weiter.

ME ! / ... ist ein Projekt von Studio Staartster BRLN. Die Kleidungsstücke von ME ! / ... sind als schrittweise Konzeptentwicklung aus dem Arbeits- und Lebenskontext von Studio Staartster enstanden, 2009 in Brüssel gegründet. Das Studio beschäftigt sich unabhängig von technischer Spezialisierung mit räumlichen Konzepten auf allen Maßstabsebenen, von Körperhülle 1 : 1 bis Seekarte 1 : 200 000, und motiviert sich aus dieser Kontinuität, innerhalb derer das Entwerfen und Produzieren von Kleidung als eine von vielen möglichen Stationen gesehen wird.

ellen's kitchen

MASTERPLAN & INNENAUSBAU
Mit Ester Goris, Studio Staartster 2011

Unbau eines Brüsseler Stadthauses , Erweiterung des Treppenhauses zur Wohnküche und Anbindung zweier Wohnstudios in Souterrain und Hochparterre.

Die Küche wird ins Treppenhaus erweitert, eine Daunendeckentür dient dem thermischen Abschluß im Winter. Schiebelemente lassen die Küche bei Bedarf verschwinden. Die Studios in Souterrain und Hochparterre erhalten eine gemeinsame Kitchenette, die sich aus dem bestehende Marmorboden herausfaltet. Ein Fenster mit Bank ermöglicht Kommunikation zwischen den Küchen und verstärkt die räumlichen Verschränkungen im Haus.

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woning met muziekstudio

UMBAU & ANBAU
Mit Ester Goris
Studio Staartster 2011

Um das in den 70er Jahren komplett überdeckelte Gartengrundstück in eine Wohnung mit Musikstudio zu transformieren, wird in Verlängerung der thermisch geschlossenen ehemaligen Kutschendurchfahrt ein patioartiger Garten über die gesamte Tiefe des Grundstücks zur Belichtung der Wohnräume freigehalten.

Im Bestandsgebäude beginnend reihen sich die verschiedenen Raumprogramme entlang des 6 Meter schmalen Grundstücks auf: Bad, Schlafzimmer, Küche, Wohnbereich und Musikstudio. Wohnraum und Studio sind zum neuen Garten hin vollständig verglast und werden entlang der Grundstückswand durch einen langen Holzschrank begleitet. Das Zentrum bildet ein Kochmöbel, das um die alte Küchenwand greift und das ehemalige Fenster zum Hof mit aufnimmt.

Ein schwerer Samtvorhang wurde zusammen mit den Schiebeglaselementen so konzipiert, daß eine geräuschschluckende Haut sowohl zu den anderen Wohnräumen als auch zur Nachbarschaft hin wirksam wird. Die Schichtung von Alt und Neu sowie Innen und Außen soll die Bewohner zu verschiedenen Varianten der Aneignung inspirieren.

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the future commons 2070

SEEKARTE
Mit Ester Goris, Charlotte Geldof und Nel Janssens
Im Rahmen eines entwurfbasierten Forschungsprojektes, initiiert durch Charlotte Geldof, MagnificentSurroundings, 2011

Ozeane und Meere bedecken drei Viertel der Erdoberfläche und bilden einen gezeiten-abhängigen Raum, der sich in seinen Eigenschaften radikal von dem des Festlandes unterscheidet. Ein stetig zunehmender Landverbrauch führt zu einer immer stärker werdenden Inanspruchnahme der See, wodurch sich maritime Raumplanung weltweit rasant entwickelt. Während Regierungen noch gesetzliche Richtlinien zur Ordnung des maritimen Raumes ausarbeiten, legen Projektentwickler bereits erste Initiativen vor. Ergänzend zur etablierten wissenschaftlichen Forschung sollten zur Unterstützung der Planungsprozesse für die See globale und visionäre Forschungsansätze erarbeitet werden, die räumliches und entwerferisches Denken in den Vordergrund stellen.

Die vorliegende Seekarte MAP C01: Harwich to Hoek van Holland and Dover Strait zeigt die Umsetzung einer Zukunftsvision "The Future Commons 2070" für den südlichen Teil der Nordsee und deren anreinende Küstengebiete. Sie nimmt einen kritischen Standpunkt gegenüber maritimer Raumplanung und der Zukunft der (europäischen) Küstenregionen ein, wobei das Konzept der ‚Commons’ (Gemeingut) das leitende Prinzip für die zukünftige Organisation des Raumes bildet.

magnificentsurroundings.org
magnificentsurroundings.org/LinkedDocuments/thefuturecommonsRECTO+VERSO_ENG.pdf
studioestergoris.com

Please, refer as follows:
Geldof, C., Janssens, N., Goossens, C., Goris, E., Pelger, D., Labarque, P., (2011). The Future Commons 2070, MAP C01 Harwich to Hoek van Holland and Dover Strait, magnificentsurroundings.org, Ghent, Belgium, 16pp. ISBN 978-90-8177211-2 www.magnificentsurroundings.org

gebiedsvisie kemmelberg 2030

LANDSCHAFTSENTWICKLUNGSSTUDIE
Mit Sam Lanckriet
Im Auftrag der Provinz Westflandern, Philippe Boury
Labo S(tedenbouw), Prof. Pieter Uyttenhoeve, UGent 2010

Für ein Gebiet, das unter starker Einflussnahme von Denkmalpflege, Naturschutz, Tourismusmarketing und Landwirtschaftsverbänden steht, werden in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und überregionalen Expert°innen durch entwurfliche Explorationen transdisziplinär tragfähige Konzepte erarbeitet.

Durch Überlagerung bestehender Planungsrichtlinien und politischer Zielsetzungen werden unter der Annahme einer sich zunehmend verdichtenden Landschaft Zonen für geschlossene Landschaften definiert. Sie geben einen maximalen räumlichen Rahmen für Bepflanzung, Bewirtschaftung, Renaturierung der Landschaft. Komplementäre Zonen für offene Landschaften definieren ein Minimum an Sichten und Weitblicken zur räumlichen Erfassung der landscahftlichen Zusammenhänge für den Nutzer und Betrachter. Die verschiedenen Zonen ergeben einen Stufenplan, der als Unterhandlungsintrument für alle an der Landschaft Beteiligten zur gemeinschaftlichen Umsetzung der jeweiligen Zielsetzungen dient.

symposium huis perrekes

SZENOGRAFIE UND ORCHESTRIERUNG

Mit Ester Goris und Arnaud Hendrickx, Studio Staartster 2011

AUFSTELLUNG 1: FILM
Im Raum werden 9 Kammern verteilt > In jeder Kammer finden 16 Personen und ein Bildschirm Platz > Die Bestuhlung ist in jeder Kammer neu orientiert > Der Raum ist abgedunkelt.

AUFSTELLUNG 2: FORUM
Fünf konzentrische Kreise füllen den Raum > Die Stühle sind zur Mitte hin orientiert > Die Mitte ist leer > Die Bildschirme und Möbel werden an 3 Orten totemartig aufeinandergestapelt, Standbild > Die Verdunkelungspanele werden teilweise geöffnet.

AUFSTELLUNG 3: DINER
Der Raum wird als Speisesaal eingerichtet > Die Tische werden weiß eingedeckt > Das Buffet wird aufgebaut > Die Panele werden vollends geöffnet, der Raum ist hell.

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huis perrekes

KONZEPTSTUDIE
Mit Ester Goris, Lieven de Boeck, Arnaud Hendrickx und Carla Molenberghs, Studio Staartster 2009-2011

Studie, Masterplan, Ausschreibung und Wettbewerbsbegleitung für eine “unangepasste” Architektur für Menschen mit Demenz zur Erweiterung von Huis Perrekes, Oosterlo
In Kooperation mit dem Team Vlaamse Bouwmeester

Gegenstand der Konzeptstudie war neben der Recherche architektonischer und städtebaulicher Vorbilder für Wohntypologien für Menschen mit Demenz die Erarbeitung eines Masterplans zur mehrstufigen Erweiterung der bestehenden Wohnanlage um weitere Wohnhäuser, eine Pension, eine Kindertagesstätte und multifunktionale halböffentliche Programme sowie architektonische Bausteine zur Entwicklung ‘unangepasster’ Wohnformen für Menschen mit Demenz.

Die durch Workshops, Mitwohntage, Expert°inneninterviews, Architekturexkursionen und diskursive Präsentationen begleitete Studie diente Huis Prrrekes zur räumlich-inhaltlichen Konzeptionierung und als Basis für einen öffentlichen, beschränkt zugelassenen Wettbewerb im Rahmen des ‘Open oproep 2011’, organisiert durch das Team des Flämischen Baumeisters, Brüssel. Studio Staartster war Jurymitglied und begleitet den Bauprozess als ‘Projektregisseurin’.

Die Studie dient zudem als Rahmenwerk für die experimentelle Nutzung eines Bestandsgebäudes als Pension, für dessen Umbauten zu einer Kindertagesstätte ‘Jules en Gilles’ und als Antragstellung für Förderungen von innovativen Pflege- und Wohntypologien.

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